Produkttexter: Die Kunst des Verkaufsmonologs

Du suchst einen Produkttexter bzw. einen E-Commerce-Copywriter? Investiere dein Geld in Qualität: Exzellente Produkttexte bzw. Shoptexte können den organischen Traffic, die Conversions bzw. Verkaufszahlen deutlich erhöhen. Das gilt vor allem für E-Commerce, also Onlineshop und Amazon, aber prinzipiell für alle Formate.

Zudem lassen sich die Retourenquoten reduzieren, indem man den Leuten die Vorteile, Eigenheiten und auch Nachteile (!) gut erklärt.

Produkttexte für Menschen und Maschinen

Rein deskriptive Produkttexten, also Beschreibungen der Features, sind für (KI-)Agenten sinnvoll, wenn sie denn a) wirklich stimmen (Stichwort: PIM) und b) relevant sind.

Für Menschen gilt es jedoch, den Kundennutzen herauszuarbeiten. Der Produkttext soll die Leute ja dazu bringen, dein Produkt zu kaufen. Und er soll nicht noch mal ne Nacht drüber schlafen, er soll’s jetzt kaufen, weil er alle Infos hat. Rational und emotional.

Letztlich spart dir jede gute Produkttext auf Jahre gerechnet a) sehr viel Geld und b) bringt dir zusätzlichen Umsatz.
Und ganz ehrlich: Auch wenn Chatty verlockend ist, am Ende kommt meist generischer AI Slop raus. Wobei natürlich gilt: Was verkauft, ist richtig.

About

Stefan Golling, Köln. Seit 2011 unterstütze ich freiberuflich Unternehmen bzw. Agenturen mit kreativen Ideen, Konzepten und (textlichen) Umsetzungen rund ums (Online-)Marketing. Vorher: 1998 mit Radiowerbung in Stuttgart gestartet, 2000 als Junior-Werbetexter zu Publicis München, 2001 Counterpart Köln, 2002 als Copywriter zu Red Cell Düsseldorf (heißt heute Scholz & Friends), dort ab 2007 Creative Director.

Bessere Shoptexte? Nutzen Storytelling

Wenn du ehrlich bist, erkennst einen exzellenten Shoptext auf den ersten Blick. Denn: Er holt dich ab, indem er dir eine Geschichte erzählt. Ich meine hier nicht Schwafel-Lebensgeschichten in Internet-Kochrezepten, sondern Mikro-Verkaufsgespräche für Doomscroller.

  • Die Headline bzw. der Artikelname ist überzeugend, da dich der Text rational und emotional anspricht.
  • Die Bilder sind verlockend. Speziell bei Amazon kann die Bilder (bzw. Videos) als „Verkaufsshow“ inszenieren und damit das Produkt erklären und die Marke stärken.
  • Die Bullet Points nageln dich Bäm-Bäm-Bäm fest. Allein deswegen würdest du schon auf „Kaufen“ klicken.
  • Der Fließtext überzeugt dich mit Inhalten von superkurz bis erklärend. Restlos. Und zwar, weil er in dir a) „Habenwollen“ auslöst (rational oder emotional) und b) du „Peace of Mind“ im Sinne einer guten Kaufentscheidung bekommst (= „Dieses Produkt ist besser als der Wettbewerb, im Sinne von Marke / Value for Money / Preis / Nutzen“).
  • Die FAQ räumen deine letzten Zweifel aus.
  • Und wenn du doch Zweifel hast: Kein Problem, wir haben auch andere Produkte, die für dich besser passen.
  • Und vielleicht noch ein limitiertes Angebot dir einflüstert: KAUF MICH JETZT, IN 2 STUNDEN IST ES ZU SPÄT.

Der Text ist dabei nur eine Komponente, ein super Design sollte die Produktseite schon auch haben. Hier geht es neben Fotodesign / Inszenierung auch um Informationshierarche und Einfühlungsvermögen in Personas und Customer Journeys.

Und gute Videos sind natürlich der Extrakracher. Die sollten so aufgebaut sein, dass man – wie bei einem TV-Spot – in den ersten Sekunden direkt die wichtigen Botschaften einklopft, da die Leute nach 4 Sekunden unruhig werden.

Du brauchst einen Anbieter für Live-Video-Shopping?

Also für „interaktive, 1:1-Produkttexte im Dialog“, bzw. Video-Verkaufsgespräche? Ich kann dir einen Top-Dienstleister empfehlen. Damit dieses Premium-Marketinginstrument sich lohnt, müssen die Scripts / Verkaufsleitfäden ziemlich gut sein.

Produkttexter mit 5 Qualitätsboostern

Das sind meine 5 Methoden als Produkttexter, um die Textqualität zu erhöhen:

  • Die wahren Stärken des Produkts herausarbeiten – aus Konsumentensicht.
    Beispiel Kaffeemaschine: Der Wassertank eines Modells ist besonders gut zugänglich, was bei vielen Aufstellsituationen eine echte Erleichterung ist. Hier muss man sich in den Konsumenten hineindenken und das Produkt sinnvoll positionieren, sowohl innerhalb der eigenen Produktrange als auch im Wettbewerbsumfeld. Es ist übrigens immer wieder spannend zu sehen, dass die Konsumenten exakt diese Verkaufsargumente in ihren Rezensionen aufgreifen… Agenda Setting funktioniert auch hier!
  • Die Schwächen nicht verschweigen, sondern einordnen. Die Konsumenten sind anspruchsvoll und teils gnadenlos: Wenn man Produktnachteile verheimlicht bekommt man zwar den Verkauf, aber dann auch die Retoure. Und Retouren sind die Pest! Der Ausweg ist Ehrlichkeit.
    Beispiel Kaffeemaschine: Beim beworbenen Modell ist das Kabel ziemlich kurz. Dafür ist das Modell sehr preisgünstig. Das kann man den Leuten durchaus sagen: „Achtung, das Kabel ist kurz, dafür ist der Preis niedriger. Maschine XY hat ein längeres Kabel und kostet einen Zehner mehr.“ Der Effekt: Negative Kommentare zum kurzen Kabel gehen stark zurück
  • Echte Kaufberatung bieten. Ein Produkttext ist ein Verkaufsmonolog. Der mögliche Kunde hat keine Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Deshalb müssen wir aus dem Verkaufsdialog einen Verkaufsmonolog machen. Das geht, indem man die möglichen Rückfragen von Interessenden antizipiert und die Antworten in den Text einwebt – oder bei vielen möglichen Fragen einen FAQ-Bereich schreibt.
    Weit oben im Funnel kann man da durchaus wohlklingende Marketingsprache verwenden, um die Marke zu stärken, und dann eben die FAQ für die harten Themen nutzen.
    Beispiel Haushaltsgerät: In einem Blogartikel oder einer Shop-Bereichsseite wird die Produktkategorie vorgestellt, mit einer Einordnung der Produkte für Nutzungsszenarien, und zwar High Level mit starkem Markenbezug. Zielgruppe: Leute die in der Customer Journey noch ziemlich am Anfang stehen. Auf den Produktseiten wird es dann konkreter, denn dort werden Detailfragen beantwortet. Die Produkttexte können natürlich dafür sorgen, dass der mögliche Kunde abgeschreckt wird. Für diese Fälle baut man einfach in den Text Empfehlungen zu besser geeigneten Produkten ein – Stichwort Crossselling bzw. Upselling.
  • Produkttexte für jede Shopkategorie anpassen. Ein Basisset könnte sein sein: a) Text für den eigenen Shop, b) Text für Amazon, c) Textbaukastensystem für Drittshops & Google Shopping.
    Der Hintergrund: Auf der eigenen Seite kann man mehr erzählen, und man muss evtl. nicht viel über die Marke schreiben. Auf Amazon muss man deutlich stärker die Rezensionen berücksichtigen – und man steht knallhart im Wettbewerb und muss sich dazu die Klicks teuer kaufen. Außerdem ist die Kundschaft sehr verwöhnt. Und bei Drittshops ist vielleicht ein bisschen mehr Branding hilfreich.
  • Die Customer Journey komplett durchdenken. Die Shopseite mit dem Produktext soll den Verkaufsabschluss möglich machen. Das gelingt leichter, wenn der E-Commerce Copywriter auf den Stufen davor die richtigen Köder ausgelegt hat, im Sinne von Werbung. Die Touchpoints der Customer Journey sollte man entsprechend gut planen: Was mache ich auf Branding- und Awareness-Ebene, sofern ich Budget dafür habe? Nutze ich (Micro-)Influencer und PR, und brauche deshalb UGC-Scripts für Content Creators / Influencer oder Pressetexte? Was passiert auf der Performance-Seite, Stichwort Google Ads, Meta etc.? Welche Botschaften platziere ich beim Retargeting? Kann ich im Endspurt Newsletter & Transaktionsmails nutzen? Gelingt es mir, über Blogartikel von der Seite reinzugrätschen?

Produkttexte mit KI?

KI produziert sehr gut lesbare Produkttexte und ist natürlich ein gutes Hilfsmittel für Basisstrukturen. Oft fehlt jedoch der Esprit, also die feine Differenzierung zum Wettbewerb. Diese Mikrofakten kann man natürlich einprompten, aber richtig gut wird’s nur von Menschenhand. Das Problem an diesen Differenzierungsdetails ist, dass man sie oft erst beim Arbeiten herausfindet, indem man die Stärken und Schwächen der eigenen Produkte mit den Marktbegleitern abgleicht. Oder: Die Zielgruppe des Produkts unterscheidet sich einen Hauch von den anderen Produkten, wodurch ein anderes Storytelling nötig ist.

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Ich bin freier Texter in Köln und kann euch beim Online-Marketing unterstützen, und zwar von der Markenentwicklung und Markenführung bis zu Werbung, Content-Marketing und SEO. Nutze das Kontaktformular und ich melde mich zurück.

Magazin

Was ist ein Produkttexter?

Ein Produkttexter ist ein Werbetexter, der gute Produkttexte schreiben kann – es ist eine Kunst. Ein Produkttext ist eine beratende und verkäuferische Beschreibung eines Produkts oder einer Dienstleistung, bestehend aus Fließtext und/oder Bullet Points. Ein Produkttexter schreibt natürlich auch Scripts bzw. Treatments für Verkaufsvideos und Produktvideos – oder auch Tutorialvideos, Social Media Posts und Werbekampagnen.
Ein guter Produkttexter agiert als Business Consultant bzw. Markenberater und analysiert das Produkt sowie den Wettbewerb, die Konsumentenwünsche, die Konsumenten-Pain-Points, die Kaufbereitschaft und den Funnel, um für den jeweiligen Kanal die idealen Produkttexte zu schreiben.

Ein Beispiel: Ein Produkttext für Amazon muss in einem harten Wettbewerbsumfeld funktionieren, und zudem sind die Textmengen stark limitiert. Außerdem stehen Kundenrezensionen direkt dabei, und die können massiv Verkäufe verhindern. Deswegen muss der Produkttexter die Rezensionen lesen, um daraus a) Inspiration für Produktvorteile zu gewinnen und b) um ungerechtfertigter Kritik den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn wir mal ehrlich sind: Manche Konsumenten sind einfach schreiend doof und schreiben aus reiner Bosheit negative Bewertungen – oder weil sie die eigentlich kinderleichte Bedienung des Produkts nicht verstanden haben.

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