Wie man Exit-Intent-Pop-ups gratis in WordPress einbaut

Wie man Exit-Intent-Pop-ups gratis in WordPress einbaut

Ja, was poppt denn da auf, wenn man seinen Mauszeiger Richtung Fenster/Tab schließen bewegt? Ein Pop-up. Ein Exit-Intent-Pop-up. War mal ein Riesenhype, nervt viele User aber gewaltig. Aber: Boostet Conversion angeblich um viele Prozent. Siehe Artikel dazu bei t3n.de.
In Kürze: Das Script errät, dass man die Seite verlassen will (die Mausbewegung wird getrackt), ein Pop-up erscheint und hält einen auf.
Wenn man nur Newsletter-Abonnenten oder Whitepaper-Downloads haben will (Leads haben noch keinem geschadet), kann man die über das Pop-up evtl. gewinnen. Wenn man wie ich WordPress nutzt, kann man für gratis eine abgespeckte Lösung installieren. Oder noch besser: Man lässt das mit den Pop-ups sein. Alternativen siehe unten.

Was braucht man für eine Gratis-Exit-Intent-Lösung für WordPress?

  • WordPress
  • Das Plugin PopupAlly (die Gratis-Variante tut’s, wenn Vorname + E-Mail reicht, die 100-Dollar-Variante ist für vernünftigen Einsatz unumgänglich). Obacht: Verlangt offiziell nach PHP 5.3, mit PHP 5.2.X scheint es auch zu gehen. Für Freebies ist auch der Popup Maker eine nette Alternative.
  • Einen Account bei MailChimp.com (kostet nix, hat ein WordPress-Plugin). Integrations-Anleitung in PopupAlly (sehr einfach): http://ambitionally.com/popupally/tutorials/mailchimp/
    Oder (empfehlenswerter): CleverReach. Deutscher Anbieter. Mittlerweile super Backend und eigenes WordPress-Plugin. Spart massig Zeit beim Eindeutschen. Und ist in der CSA (heißt: Mails landen nicht im Spam). Den Embed-Code (absolut easy) findet man im CleverReach-Backend nach der Registrierung. Testen ist wie überall kostenlos. DSGVO: Im Backend kann man sich einen Vertrag runterladen.
  • Eine deutsche Newsletter-Alternative ist rapidmail, auch mit WordPress-Plugin (Installation nicht so komfortabel).
  • Eine halbe bis dreiviertel Stunde Zeit (zum customizen der Formulare / designen des Pop-ups unter dem Reiter “Style Settings”)
  • Fertig! Das Pop-up meldet sich dem Besucher nur alle 14 Tage (kann man einstellen), also relativ unnervig.

Fazit

Obacht: Diese Exit-Intent-Lösung geht davon aus, dass man das Tab/Fenster oben rechts zumacht. Tut man auch fast überall – außer bei der Touch-Version des Internet Explorer 11 auf Windows 8.1. Weil da die Navigations-Leiste unten ist. Und für alles mit Touch (Telefone, Tablets) funktioniert PopupAlly auch nicht so gut. Deshalb sind Einblendungsvarianten interessant, die sich durch Scrollen aktivieren.

Alternativen: Zum Beispiel Optinmonster.com, das fängt bei 49 USD an und kann schon A/B-Testing, Reporting etc. Vergleichbar für 20 USD: Ninja Popups (das bringt viele Templates mit und kann neben Exit Intent auch Sachen wie “Pop-up einblenden, wenn XX% gescrollt”).

Andere Einsatzzwecke von Exit-intent-Pop-ups: UX optimieren – in dem man im Pop-up per Radiobuttons nach dem Grund fürs Zumachen der Seite fragt. Sehr schlau.

Testenswerte Alternative: Kein Pop-up, sondern ein Kontaktformular am Seitenende. Oder Teaserflächen. Oder ein Chat-Tool. Sowas geht all-in-one mit Hubspot, das allerdings eine Spur zu mächtig ist, wenn man wirklich nur Newsletter-Abonnenten haben will. Andererseits bekommst Du mit HubSpot ein komplett Spam-freies Kontaktformular, Tracking, CRM, also eine komplette Marketing-Suite. Ist halt die Frage, ob einem das ein paar hundert Euro im Jahr wert ist (außer man kann mit den Einschränkungen der kostenfreien Version leben). Und HubSpot fürs Unternehmen einrichten und pflegen kann man in Eigenregie ziemlich vergessen. Da ist eine Agentur oder ein Dienstleister empfehlenswert.

Kontakt aufnehmen

Stefan Golling, Freier Texter, Köln, Düsseldorf