Wie man Exit-Intent-Pop-ups gratis in WordPress einbaut


Vorab: Bitte nicht wundern, wenn hier Pop-ups aufpoppen. Das soll so! Einfach zurücklehnen und genießen. Das letzte Pop-up kommt übrigens zeitgesteuert nach 50 Sekunden…

tl,dr:
Installiere dir HubSpot, da kannst du dezente (Exit-Intent-)Pop-ups beliebig installieren & seitengenau aussteuern
(z.B. als Teaser für Landingpages, Whitepaper, Terminbuchung, Chat…)

(HubSpot hat natürlich einschränkungen)
Inhalt

Exit-Intent-Pop-up, du alte Nervbacke

Update: 30.01.2024

Ja, was poppt denn da auf, wenn man seinen Mauszeiger Richtung Fenster/Tab schließen bewegt? Ein Pop-up. Ein Exit-Intent-Pop-up. War mal ein Riesenhype, nervt viele User aber gewaltig und ist immer noch beliebt. Denn: Die Werbeeinblendungen boosten die Conversion angeblich um viele Prozent.

Und genau das will man im Online-Marketing bei der Leadgenerierung haben: Kontaktdaten, um die CRM-Maschine zu füttern.

So werden die mühsam (und teuer) per SEO, Werbung und Social Media auf die Website gelotsten User zu Leads, also namentlich bekannten Interessenten.

Siehe hierzu Uralt-Artikel dazu von 2014 bei t3n.de.

Was sind und bringen Exit-Intent-Pop-ups?

Ein Script eines Plug-ins auf der Website errät, dass man die Seite verlassen will, also einen Exit (= Verlassen) intendiert. Dabei trackt das Script die Mausbewegung, sofern man eine Maus benutzt. Bei Touchscreens geht das natürlich nicht, da wirkt Plan B.

Nachdem die Intention erkannt wurde, poppt ein Pop-up mit einer Werbebotschaft auf, meist in Form eines Kontaktformulars.

Gute Plug-ins bieten viele Einstellmöglichkeiten:

  • Soll das Pop-up Fullscreen oder dezent im Eck sein?
  • Auf welcher Seite bzw. Landingpage soll welches Pop-up erscheinen?
  • A/B-Tests, um die beste Version zu ermitteln
  • Oder soll es Plan B für Touch sein:
    • Da des Verlassen der Seite nicht durch Mausbewegungen vorhersagbar ist, nutzt man das Scrollverhalten. Das Pop-up kann also beispielsweise direkt beim Laden der Seite aufpoppen, nach 70 % Scrollen der Seite oder bei 100 %.
    • Ein anderer Trigger ist “Time delayed”, es erscheint also nach z.B. 5 Sekunden Aufenthalt auf der Seite. EXTREMST NERVIG. Und deswegen hier natürlich eingebaut (nach 50 Sekunden).

Wenn man Newsletter-Abonnenten oder Whitepaper-Downloads haben will (Leads haben noch keinem geschadet), kann man die über das Pop-up evtl. gewinnen. Wenn man wie ich WordPress nutzt, kann man für gratis einige abgespeckte Lösungen installieren.

Oder noch besser: Man lässt das mit den riesigen Monster-Pop-ups sein. Alternativen siehe unten.

Was braucht man für eine Gratis-Exit-Intent-Lösung für WordPress?

  • Ein gutes Angebot. Was wollen Sie denn mit einem Exit-Intent-Pop-up erreichen? Sie wollen natürlich Leads generieren, aber warum sollte ich als Website-Besucher Lead werden wollen? Was können Sie im Gegenzug bieten? Einen Rabatt? Wertvolle Infos oder Insights?
  • Sie brauchen WordPress (oder ein anderes CMS)
  • Das Plugin PopupAlly. Die Gratis-Variante (erhältlich im WordPress-Plugin-Backend) tut’s, wenn Vorname + E-Mail reicht, die 100-Dollar-im-Jahr-Variante ist für vernünftigen Einsatz unumgänglich.
    PopupAlly ist ganz nett.
    Obacht: gehen. Für Freebies ist auch der Popup Maker eine nette Alternative.
  • Einen Account bei MailChimp.com (kostet nix, hat ein WordPress-Plugin).
    Oder (empfehlenswerter): CleverReach*. Deutscher Anbieter. Super Backend und eigenes WordPress-Plugin. Und ist in der CSA (heißt: Mails landen nicht im Spam). Den Embed-Code (absolut easy) findet man im CleverReach-Backend nach der Registrierung. Testen ist wie überall kostenlos.
    DSGVO: Im Backend kann man sich einen Vertrag runterladen.
  • Eine weitere deutsche Newsletter-Alternative ist rapidmail.
  • Eine halbe bis dreiviertel Stunde Zeit (zum customizen der Formulare / designen des Pop-ups unter dem Reiter “Style Settings”)
  • Tipp: Besser wenig Daten abfragen, vielleicht nur die E-Mailadresse und einen Vornamen.
  • Fertig! Das Pop-up meldet sich dem Besucher nur alle 14 Tage (kann man einstellen), also relativ unnervig.

Fazit & Alternative

Alternativen: Zum Beispiel Optinmonster.com, das fängt bei 200 USD im Jahr an (wenn es keine Rabattaktionen gibt; am liebsten hätten die Leutchen 1.000 USD im Jahr) und kann schon A/B-Testing, Reporting etc.

Vergleichbar für 24 USD: Ninja Popups (das bringt viele Templates mit und kann neben Exit Intent auch Sachen wie “Pop-up einblenden, wenn XX% gescrollt”).

Andere Einsatzzwecke von Exit-intent-Pop-ups: UX optimieren – in dem man im Pop-up per Radiobuttons nach dem Grund fürs Zumachen der Seite fragt. Sehr schlau.

Testenswerte Alternative: Kein Pop-up, sondern ein Kontaktformular am Seitenende. Oder Teaserflächen. Oder ein Chat-Tool. Sowas geht all-in-one mit HubSpot, das allerdings eine Spur zu mächtig ist, wenn man wirklich nur Newsletter-Abonnenten haben will. Andererseits bekommst Du mit HubSpot ein komplett Spam-freies Kontaktformular, Tracking, CRM, also eine komplette Marketing-Suite. Ist halt die Frage, ob einem das ein paar hundert Euro im Jahr wert ist (außer man kann mit den Einschränkungen der kostenfreien Version leben). Und HubSpot fürs Unternehmen einrichten und pflegen kann man in Eigenregie ziemlich vergessen. Da ist eine Agentur oder ein Dienstleister empfehlenswert.

Tipp: Mailpoet hat einen Free-Account und ein WordPress-Plugin. Damit kann man schnell und günstig erste Schritte mit Inline-Kontaktformularen machen.

Stefan Golling Konzepte, Köln

Stefan Golling, Köln. Seit 2011 Freelance Creative Director, freier Texter, Creative Consultant und Online-Marketing-Berater mit Kunden von Mittelstand bis S&P 500. Erfahrung: 1998 mit Radiowerbung in Stuttgart gestartet, 2000 als Junior-Werbetexter zu Publicis München, 2001 Counterpart Köln, 2002 als Copywriter zu Red Cell Düsseldorf (heißt heute Scholz & Friends), dort ab 2007 Creative Director.


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